Was Sie brauchen (1)

Technische Ausstattung und Infoquellen

Sie benötigen einen leistungsfähigen PC (oder 2) mit einem großen Monitor und einen schnellen Internetanschluss mit Flat Rate. Entscheiden Sie sich sofort für maximale Leistung, weil auf dem PC zahlreiche Programme gleichzeitig laufen werden, von Chartprogrammen bis möglicherweise mehrere Tradings-Systeme. Professionelle Trader haben 2-3 Bildschirme. Beim Internetanschluss denken Sie daran, dass Sie ihn möglicherweise 4-10 Stunden am Tag brauchen. Und da Ihnen eine technische Panne überproportional viel Geld kosten kann, vergewissern Sie sich, dass Sie im Falle des Ausfalls eines PCs oder der Telefonleitung einen Ersatz zur Verfügung haben (zum Beispiel einen sog. Internetstick).

Ein Smartphone kann ganz nützlich sein, wenn Sie unterwegs handeln möchten (z.B. bei plötzlichen Marktschwankungen). Für das alltägliche Traden ist ein Smartphone jedoch ungeeignet, da der Bildschirm zu klein ist und die Reaktionszeiten der Hardware meistens zu lang sind.

Dann müssen Sie ein Konto bei einem Forex Broker eröffnen. Dieser Schritt ist erforderlich, weil die meisten Hausbanken bzw. Direktbanken bisher keinen Devisenhandel anbieten. Über Ihre Bank können Sie nur Zertifikate oder Optionscheine auf Devisen erwerben. Von dieser Art von Devisenhandel ist jedoch abzuraten, da sowohl die Kosten als auch das Risiko höher sind.

Die Software zum Devisentrading werden Sie von Ihrem Forex Broker bekommen. Zusätzliche Software für die Charttechnik und Sonstiges können Sie im Internet finden. Viele Broker stellen Chartprogramme zur Verfügung, die vollkommen ausreichend sind. Zum Beispiel der MetaTrader, der von vielen Brokern auch als App für den Smartphone angeboten wird.

Da Nachrichten und die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten die Devisenkurse erheblich beeinflussen können, sollten Sie sich regelmäßig über die letzten Nachrichten bzw. Wirtschaftsnachrichten informieren und jeden Tag in Erfahrung bringen, ob und um welche Uhrzeit wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden.
Kalender über die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten und deren Wichtigkeitsgrad für den Devisenhandel gehören zu den meisten Trading Plattformen der Forex-Broker und finden sich auch auf jeder Börsenwebseite, weil diese Daten auch für den Aktienhandel wichtig sind. Beim Devisenhandel müssen Sie einen solchen Kalender immer neben sich haben. Egal, ob Sie Nachrichten-Trader sind oder nicht. Die Wirtschaftsdaten bewegen die Kurse durchschnittlich um 30 Pips. Zu dem Zeitpunkt der Herausgabe sollten Sie entweder Ihre Positionen glattgestellt haben oder die Stopp-Loss entsprechend eingestellt haben. Es darf nicht passieren, dass sie von wichtigen Wirtschaftsdaten überrascht werden.

Kommentare und Analyse über den Devisenhandel gibt es im Internet viele, obwohl nicht so viele wie beim Aktienhandel, da der Devisenhandel weniger populär ist. Meistens vertritt jeder Analyst eine andere Meinung. Sollten die Analysten alle dieselbe Meinung vertreten, ist dies auch schlecht, weil Zeichen einer übergekauften oder überverkauften Situation. Hier ist Vorsicht geboten.

Die wichtigsten Informationen, die bei solchen Analysen enthalten sind, sind Angabe über Kurswiderstände und Kursunterstützungen, d.h. über die Kursschwellen, bei denen etwas Wichtiges in die eine oder andere Richtung passieren wird. Diese Angaben stimmen bei den meisten Analysten überein. Notieren Sie sich diese Zahlen auf einem Blatt Papier und halten Sie sie beim Trading neben sich.

Devisen-Chatrooms können Sie als Anfänger besuchen. Hier können Sie viel über Forex-Broker erfahren (ist meistens das Hauptthema) und einiges von anderen Tradern lernen. Hier finden Sie viele Quellen von Informationen, die Sie für das Trading brauchen. Sie sollten jedoch der Meinung von anderen Tradern nicht blind vertrauen.