Trading the Non-Farm-Payrolls

Die Non-Farm-Payrolls (Anzahl der neu entstandenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft) aus den USA sind die wichtigsten Wirtschaftsdaten des Monats beim Devisenhandel.

Diese Daten können zu starken Kursbewegungen bei den meisten Devisenpaaren führen, die bis 250 Pips betragen können.

Dies ist beim Trading zu berücksichtigen, egal ob Sie kurzfristig oder langfristig traden.

Dies bedeutet i.d.R., dass

  1. beim Positionstrading höhere Kursschwankungsbreiten und kleinere Positionsgrößen einzustellen sind
  2. das Intradaytrading bis zur Veröffentlichung der Daten komplett zu unterlassen ist.

Auch wenn Sie mit Knock-Out-Zertifikaten oder Optionsscheinen positioniert sind, ist darauf zu achten, dass die Knock-Out-Schwelle mindestens in einem 300 Pips Abstand zum aktuellen Kurs liegt. Ist dies nicht der Fall, ist es besser, das Zertifikat vor der Veröffentlichung glatt zu stellen.

Was normalerweise passiert

Bei diesen und sonstigen Wirtschaftsdaten sind nicht die Daten an sich wichtig, sondern die Interpretation der Daten durch die Marktteilnehmer.

Dabei spielt das vorherrschende Sentiment eine große Rolle. Das vorherrschende Sentiment ist die Marktstimmung am Tag der Veröffentlichung der Daten und in den Tagen zuvor.

Ist der Markt bullisch eingestellt, werden auch mäßige Daten als gut interpretiert. Jeder “besser als erwartete” Wert wird als Gelegenheit zum Kauf benutzt.

Herrsch hingegen eine bärische Stimmung am Markt, werden mäßige Daten als schlecht interpretiert und der Markt fällt weiter.

Widersprechen die Daten die vorherrschende Marktstimmung (z.B. sehr gute Daten bei einem Bärenmarkt oder sehr schlechte Daten bei einem Bullenmarkt), kommt es normalerweise zu einer kurzzeitigen Kursbewegung nach oben (bei guten Daten) oder nach unten (bei schlechten Daten). Nach einer gewissen Zeit, die auch sehr kurz sein kann, nimmt die Kursbewegung die vor der Veröffentlichung der Daten bestehende Richtung wieder auf.

Tipp

Vor der Veröffentlichung der Daten: kein Intradaytrading betreiben und höhere Schwankungsbreiten bzw. kleinere Positionsgrößen beim Positionstrading einstellen.

Auf die Veröffentlichung der Daten warten und den Markt beobachten.

Wenn die Daten eine Kursbewegung auflösen, die entgegen dem Tagestrend verläuft, warten Sie auf das Erreichen eines Widerstands (bei Aufwärtsbewegung) oder einer Unterstützung (bei Abwärtsbewegung).

Eröffnen Sie dann eine Position in Richtung des Tagestrends.

Stellen Sie die Position beim Erreichen der nächsten Kursschwelle wieder glatt.

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Die hier empfohlene Vorgehensweise kann bei allen wichtigen Wirtschaftsdaten angewendet werden.

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