Rezension: „Terroristen der Finanzmärkte“

In ihrem neuen Buch: „Terroristen der Finanzmärkte“  befasst sich Claudia Zimmermann mit den Machenschaften von dubiösen Online-Brokern, die tausende von Kleinanlegern in ganz Europa um  ihr Geld gebracht haben.

Claudia Zimmermann ist die Journalistin, die vom WDR wegen kritischer Äußerungen über die Berichterstattung zum Thema Flüchtlinge einen Maulkorb verpasst bekam.

Das Buch berichtet über katastrophale Erfahrungen  mit Online-Brokern, aus der Sicht von Kleinanlegern. In einem sehr lebendigen und unterhaltsamen Stil wird erzählt, wie ganz normale Menschen durch aggressive Marketingmethoden überredet werden, in spekulative Finanzprodukte ihr ganzes Geld anzulegen, was normalerweise mit dem Totalverlust des eingesetzten Kapitals endet.

Insbesondere wird auf die perfide Masche eingegangen, mit der Rentner von ihren Ersparnissen regelrecht beraubt werden.

Auch die neuen Strategien, mit denen Online-Broker, die meistens in Zypern ansässig sind, versuchen, Fuß auf dem deutschen Markt zu fassen, werden ausgeleuchtet.

Und was tun Behörden, die für den Investorenschutz auf nationaler und europäischer Ebene zuständig sein sollten? In dem Buch wird geschildert, was Kleinanleger widerfährt, wenn sie sich an die Behörden wenden: Schulterzucken, Beamtentum, Hin- und Herschieben der Zuständigkeiten.

Es wird aber auch darüber berichtet, dass Kleinanleger  sich inzwischen organisieren und nicht aufgeben: eine Gruppe von Geschädigten hat es sogar geschafft, vor dem EU-Parlament angehört zu werden.

 

 

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