Forex Broker (1)

(Ärger mit Forex Broker? hier die Adressen von Regulierungsbehörden und Beschwerdestellen)

Steht die technische Ausstattung, müssen Sie ein Konto bei einem Forex-Broker eröffnen. Hier ist Vorsicht geboten. (Siehe auch Tipps und Broker gesucht?)

Forex-Broker sind Market-Maker, die Ihnen erlauben, zu bestimmten Konditionen an dem Devisenhandel mit Leverage teilzunehmen. Dabei handeln Sie mit einer Plattform, die Ihnen von dem Broker zur Verfügung gestellt wird, auf der für jedes Devisenpaar ein Kauf- und Verkaufskurs angeboten wird. Zwischen Kauf- und Verkaufskurs liegt immer eine Differenz, die “Spread” genannt wird. Der Broker verdient an dem Spread. Manchmal stellen Broker auch Kommissionen und Gebühren in Rechnung. Zum Beispiel ist die Auszahlung von Geldern aus dem eigenen Konto bei einigen Brokern gebührenpflichtig.

Forex-Broker verdienen jedoch auch an anderen Praktiken, die nicht ganz fair sind. So weichen manchmal die auf der Plattform angebotenen Kurse von den Kursen anderer Broker ab. Oder es gibt plötzliche Kursschwankungen, die bei anderen Brokern nicht stattfinden. Manche Broker erweitern den Spread um ein Mehrfaches während der Herausgabe von wichtigen Nachrichten und zu illiquiden Zeiten. Es gibt jedoch durchaus seriöse Forex Broker.

Forex Broker finden Sie nur vereinzelt in Deutschland, eher in der EU und im Ausland. Die Eröffnung eines Kontos bei einem ausländischen Broker ist meist problemlos und kann hinsichtlich von Spread und Gebühren vorteilhaft sein. Bei europäischen Brokern erhalten Sie eine bessere steuerliche Dokumentation sowie eine gebührenfreie Auszahlung von Geldern.

Zunächst sollte Sie auf die Regulierung  achten. Die Regulierung den UK und in Deutschland bietet den besten Schutz der Kundengeldern. Viele Broker sind in Zypern reguliert: die zyprische Regulierung hat sich leider als unzureichend erwiesen. Deswegen wird von in Zypern regulierten Brokern abgeraten

Zunächst sollten Sie vergleichen. Suchen Sie Foren im Internet, die einen Vergleich von Forex-Brokern anbieten und verwenden Sie diesen Vergleich als Hilfe. Unterscheiden Sie zwischen Werbung und Berichterstattung. Lesen Sie auch die Berichte anderer Trader über Forex-Broker. Lernen Sie aus diesen Berichten und meiden Sie Broker, die einen schlechten Ruf haben.

Lassen Sie sich auch nicht von der flächendeckenden Werbung mancher Forex-Broker in die Irre führen. Diejenige, die so viel Werbung treiben, sind nicht die besten.

Bei der Wahl eines Forex-Brokers sollten Sie auf diese Punkte achten:

  • Spread: Wenn Sie mehrere Trades pro Woche ausführen, ist diese Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines Devisenpaares eine saftige Gebühr. Informieren Sie sich über die Spreads. Die Unterschiede sind beträchtlich. ECN/STP Broker bieten die besten Spreads.
  • Regulierung und Einlagnesicherung bei Wertpapiergeschäften. Diese beträgt 50.000,- £ bei UK-Regulierung, 20.000,- € bei deutscher Regulierung, 20.000,- € bei Regulierung in Zypern.
  • die handelbare Mindestmenge: bei einigen Forex-Broker beträgt die Mindestmenge 1 MiniLot (10000 € mit 100,- $ Margin). Bei den meisten Broker können Sie MicroLots (1000 € mit 10,- $ Margin) handeln. Dieser Aspekt ist sehr wichtig, wenn Sie mit einem geringen Anfangskapital traden möchten.
  • sonstige Gebühren: außer dem Spread prüfen Sie Kommissionen (z.B. für das Handeln von MiniLots) sowie Gebühren für die Überweisung und die Abhebung von Geldern. Einzahlung und Abhebung von Geldern sollten kostenlos sein. Bei Broker außerhalb der EU sind oft SEPA-Überweisungen nicht möglich.
  • Margin und Leverage: die allgemein übliche Margin ist 1% (was einem Leverage von 1:100 entspricht). Es werden jedoch Leverage von 1:50 bis 1:500 angeboten.
  • Gleichbleibende Margins: manche Broker erhöhen die erforderliche Margin zu bestimmten Zeiten, z.B. am Wochenende. Positionstrading lässt sich bei einer derartigen Bedingung nicht betreiben.
  • Mindestkapital: die meisten Broker verlangen die Einzahlung eines Mindestkapitals von  ca. 500,- €  für die Teilnahme an dem Devisenhandel. Auf Mindesteinzahlungen ab 2000,- € sollten Sie sich nicht einlassen. Manche Broker verlangen gerade 25,- € als Startkapital.
  • Steuerliche Dokumentation: einen richtigen Jahresabschluss über die getätigten Transaktionen und die einbehaltenen Steuern erhalten Sie meistens nur von deutschen und von europäischen Brokern.
  • Software: prüfen Sie, ob die angebotene Trading-Software übersichtlich, einfach zu bedienen und mit bestimmten Merkmalen ausgestattet ist, z.B. die sofortige Ausführung innerhalb einer vorbestimmten Abweichung. Manche Software weisen bequeme Chartmodule auf, die auch ganz nützlich sein können. Die übliche Software ist heutzutage der MetaTrader.
  • Ruf: Bei diesem Punkt hilft nur die Internet-Recherche. Über diejenigen, die als unseriöse Anbieter schon aufgefallen sind, werden Sie entsprechende Berichte finden. Hüten Sie sich auch vor Brokern, die sich durch einen Sitz in einem exotischen Land der Regulierung entziehen.

Demo Konto

Zur optimalen Auswahl eines Brokers sollten Sie nicht nur einschlägige Berichte im Internet lesen, sondern auch ein Demo-Konto eröffnen und eine Demo-Platform von dem anvisierten Broker herunterladen.

Auf einer Demo-Platform können Sie den Devisenhandel ohne Einsatz von richtigem Geld ausprobieren. Dabei können Sie alle Merkmale der Devisenplatform in aller Ruhe prüfen und feststellen, ob Sie damit klar kommen.

Eine Demo-Platform ist auch eine wunderbare Gelegenheit, erstmals zu üben und Erfahrungen mit dem Trading zu sammeln.

Sie sollten mit allen wichtigen Indikatoren und Trading-Strategien üben. Erst wenn Sie es geschafft haben, über einen Zeitrahmen von einem Monat das Guthaben mindestens um 5 % zu steigern, sind Sie für ein Real-Konto reif. Maßgeblich ist dabei der Betrag, der am Ende des Monats auf dem Konto steht. “Eintagsfliegen” zählen nicht.

Seien Sie auch ehrlich mit sich selbst: dieses Ergebnis gilt nur, wenn es aufgrund von Methodik und Disziplin erreicht wurde. Durch reines Glück kann es durchaus passieren, dass Sie das Konto in drei Tagen verdoppeln. Wenn Sie jedoch Glück mit Können verwechseln, werden Sie das ganze Kapital verlieren, sobald das Glück nachlässt.

Durch eine Demo-Platform können Sie ihren Umgang mit Emotionen trainieren. Machen Sie alle Übungen, die in dem entsprechenden Kapitel beschrieben sind. Sie werden auch mit einer Demo-Platform viel über Ihre Emotionen lernen. Am besten üben Sie das richtige Verhalten mit virtuellem Geld.

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Sollten Sie Auffälligkeiten bei Ihrem Broker beobachten (verdächtige Kurssprünge, massive Telefonwerbung, Erhöhung von Margins, Verzögerung bei Auszahlung usw.), bitten wir um Ihre Hinweise unter Kontakt