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((Zur Zeit sind am Devisenmarkt Trends vorhanden, die sich für eine Positionstrading-Strategie mit außerordentlichen Gewinnen eignen.  Mehr Infos hier. ))

Kapitalbildung durch Devisen Trading

Ihnen Sie bestimmt Sparpläne jeder Art bekannt, die zum Zweck der Vermögensbildung empfohlen werden.

Man soll monatlich einen gewissen Betrag ansparen und auf einem verzinsten Konto anlegen, so dass das Kapital nach einer gewissen Anzahl von Jahren dank des Zinsenzinseffekts angewachsen ist.

Diese Sparpläne sind durchaus sinnvoll. Ihr einziger Nachteil ist die lange, lange Dauer. Das Kapitalwachstum wird hängt nämlich von dem Faktor Zeit und dem Faktor Zins ab. Bei den niedrigen Zinssätzen, die üblicherweise für herkömmliche Anlageformen gezahlt werden, benötigt das Kapitalwachstum eine beträchtliche Anzahl von Jahren.

Um die Jahre oder den Zinssatz zu berechnen, bis wann sich das Kapital verdoppelt hat, gibt es eine hilfreiche Näherungsformel

a) Jahre/Perioden                  = 72 geteilt durch Zinssatz

b) Zinssatz                              = 72 geteilt durch Jahre/Perioden

Bei einem Zinssatz von 3,5 % verdoppelt sich das Anfangskapital in ca. 20 Jahren.

Das ist definitiv zu lange, vor allem wegen der psychologischen Hürden, die uns daran hindern, solche langfristige Sparpläne einzuhalten. Bezeichnend für diese psychologischen Hürden ist die Tatsache, dass ein Großteil der Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt werden.

Wie soll man dann das Kapitalwachstum beschleunigen?

Schauen wir uns die 3 Faktoren Zeit, Kapital und Zins näher an.

Bei dem Faktor Zeit handelt es sich um eine Größe, die Sie wahrscheinlich nicht viel ausdehnen können. Wenn Sie nicht mehr sehr jung sind, werden Sie einen Zeithorizont von höchstens 5 Jahren zur Verfügung haben, um Ihre Vermögensziele zu erreichen.

Auf den Faktor Kapital haben Sie wahrscheinlich ebenfalls einen geringen Einfluss. Auch wenn Sie durch strenge Ausgabenkontrolle Ihre Finanzen so gestalten können, dass Ihnen am Ende des Monats ein gewisser Geldbetrag zum Ansparen verbleibt, werden Sie an der Größenordnung Ihrer monatlichen Einlagen nicht viel ändern können: Diese Größenordnung ist schon durch Ihr Gehalt und ihre monatlichen Fixkosten vorgegeben.

Der Faktor, an dem Sie ansetzen müssen, ist der Zinssatz. An dem Faktor Zinssatz lässt sich wohl Einiges ändern; damit meine ich nicht in erster Linie die Suche nach besseren Zinssätzen bei festverzinslichen Wertpapieren sowie Fest- und Tagesgeldkonten.

Ich meine den Zinssatz, den Sie mit Spekulation erzielen können.

Von Banken und Versicherungen sind wir erzogen worden, mit niedrigen Zinssätzen zufrieden zu sein. So werden für Sparbücher lächerliche Zinsen von 0,50 % bezahlt; etwas bessere Zinssätze bekommt man für festverzinsliche Wertpapiere und für Festgelder; bei Tagesgeldkonten sind zur Zeit unter besonderen Bedingungen ca. 2 bis 4 % zu erzielen. Dagegen müssen wir bei Inanspruchnahme von Dispokrediten Zinssätze zahlen, die sich zur Zeit auf ca. 12-15 % belaufen. Wenn sie sich selber als Anleger betätigen, geben sich Banken und Versicherung niemals mit den Zinssätzen zufrieden, die sie für Spareinlagen gutschreiben.

Jedoch ist auch für den Kleinanleger möglich, in sehr kleinem Rahmen an dem Spiel der Großen teilzunehmen und ähnliche Zinssätze zu erzielen. Das nennt sich Spekulation.

Spekulation stammt aus dem lateinischen Begriff „speculari“, der frei übersetzt „nach Gelegenheiten Ausschau halten“ bedeutet. Es ist die Suche nach lukrativen, kurzfristigen Möglichkeiten, einen Gewinn einzustreichen.

Auch die Suche der Verbraucher nach Sonderangeboten und Schnäppchen ist eine Form von Spekulation. Man wartet auf den Winterschlussverkauf, um Kleidung zu besseren Preisen zu erwerben. Dieses Verhalten ist uns wohl vertraut.

Spekulation ist immer mit einem kurzfristigen Anlagehorizont verbunden, auch wenn die Kurzfristigkeit relativ ist; man kann Spekulation in einem Zeithorizont von 1 Tag, 1 Woche, 1 Jahr oder länger betreiben; bei bestimmten Anlageobjekten (zum Beispiel Immobilien, oder auch Gold) kann sich Spekulation sogar in einer Zeitspanne von mehreren Jahren abspielen.

Relativ zum gewählten Zeithorizont erfolgt Spekulation durch schnellen Kauf und Verkauf des Anlageobjektes; spekuliert man zum Beispiel auf Wochenbasis, wird man wahrscheinlich eine Kauf- und eine Verkaufstransaktion pro Woche tätigen; auf Tagesbasis wird man mit einer Kauf- und einer Verkaufstransaktion pro Tag rechnen.

Da es bei Spekulation zu mehreren Kauf- und Verkaufstransaktionen kommt, wird auch der englische Begriff „Trading“ dafür verwendet. Trading ist also das (relativ) kurzfristige Handeln mit Anlageobjekten zu Spekulationszwecken.

Das auf diesen Seiten beschriebene “Devisentrading” eignet sich optimal für Spekulationswecke.

Unter der Voraussetzung, dass man sich an die Regeln der Risikominimierung hält, sind mit Devisentrading Gewinne zu erzielen, die eine sehr hohe Verzinsung des Anfangskapitals darstellen.

Damit hätten wir eine Methode gefunden, auf den Faktor Zins erheblichen Einfluss zu nehmen.

Mit der Intradaystrategie kann man zum Beispiel auf einfache Weise und mit geringem Risiko eine tägliche Verzinsung des Anfangskapitals von 2 % bis 5 % erzielen. 2 % bis 5 % sind auf Tages- und nicht auf Jahresbasis gemeint.

Auch mit der Positionstradingsstrategie wächst das Kapital aufgrund hoher Zinssätze.

Die einzige Hürde, die bei beiden Strategien zu überwinden ist, ist die erforderliche Disziplin.

Vor allem am Anfang des Tradingsplans ist es schwierig, die Disziplin einzuhalten, weil die angestrebte Gewinne nominal gering ausfallen. Dies ist vor allem der Fall, wenn man mit einem geringen Anfangskapital handelt.

Trotzdem kann sich auch ein geringes Anfangskapital dank der dem Zinsenzinseffekt zugrunden liegenden geometrischen Progression sehr gut entwickeln, unter der Voraussetzung, dass die Strategie richtig umgesetzt wird.

Kapitalwachstum bei Intradaytrading

Beim Intradaytrading strebt man nach kleinen Gewinnen, die Tag für Tag kumuliert werden. Es werden i.d.R. Gewinne von 10-30 Pips pro Tag angepeilt.

Bei einem Anfangskapital von 500,- € wird z.B. ein Gewinn von ca. 20,- € pro Tradingstag angestrebt. Dieser Gewinn entspricht einem Pipsgewinn von ca. 20 Pips bei 1 MiniLot des Devisenpaares EUR/USD.

Ein Gewinn von 20 € bei einem Kapital von 500 € entspricht einer Kapitalverzinsung von 4 % pro Tag.

Bei einem solchen Zinssatz verdoppelt sich Ihr Kapital in 18 Tradingstagen.

Kapitalwachstum beim Positionstrading

Beim Positionstrading wartet man auf Kursausbrüche, die zu Kursbewegungen von mindestens 400 Pips führen.

Solche Kursbewegungen finden nicht jeden Tag und auch nicht jeden Monat statt. Man muss lange auf darauf warten. Das Warten lohnt sich jedoch, weil die Gewinnchancen beträchtlich sind.

Glaubt man, ein charttechnisches Signal für eine größere Kursbewegung erkannt zu haben, wird ein Tradingsplan erstellt. Auf dem Tradingsplan sind alle Unterstützungen (bei einer Abwärtsbewegung) oder Widerstände (bei einer Aufwärtsbewegung), die die Kursbewegung überwinden muss, um weiter zu bestehen.

Bei diesen Kursschwellen werden dann Orders eingestellt, deren Größe vom Anfangskapital abhängig ist. Wichtig dabei ist, dass die Positionen genug schwanken können.

Stopp-Loss werden bei den Kursen eingestellt, bei denen das ursprüngliche Signal negiert wird.

Je nach Devisenpaar und eingestellter Kursschwankungsbreite kann sich mit dieser Strategie ein Kapital von 2000 € bei einer Kursbewegung von 500 Pips verdoppeln.

 

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Die Anwendung beider Strategien zum Kapitalwachstum, sowie eine kombinierte Strategie aus Spekulation und Sparen sind Gegenstand des letzten Kapitels meines Buches “Devisentrading Schritt für Schritt“.