Binäre Optionen : Vorsicht Falle !

Der Handel mit Binären Optionen wird auch in Deutschland massiv beworben.

Leider ist diese Branche nicht von Seriosität geprägt. Irreführende Werbung auf den Webseiten von Anbietern ist normal. Die Auszahlung von Kundengeldern ungewiss.

Bei Betrug mit Binären Optionen hat neulich das FBI Geschädigte aus der ganzen Welt aufgefordert, sich hier zu melden und führt Ermittlungen weltweit.

Die Tätigkeit des Anbieters „24Option“ wurde ab dem 01.08.2016 von der französischen Regulierungsbehörde AMF in Frankreich verboten (siehe Pressemitteilung). Dieser Schritt der AMF ist bahnbrechend, da bisher alle europäischen Regulierungsbehörde an dem Grundsatz der Zuständigkeit des Heimatslandes festhalten. Das Verbot durch die AMF beruht auf Art. 62 der MiFID Richtlinie, die es dem Gastland erlaubt, einzuschreiten, wenn das zuständige Heimatsland es versäumt, geeignete Maßnahmen zu treffen. Diese Bestimmung wurde noch nie gegen einen Anbieter von Forex oder Binären Optionen angewendet. Das Verbot wurde im Juli 2017 wieder aufgehoben und 24Option bietet keine Binäre Optionen mehr.

Auf Druck der AMF hatte die zypriotische Regulierungsbehörde CySEC Sanktionen gegen manche Anbieter verhängt.

Gegen den unter dem Markennamen „Anyoption“ auftretenden Anbieter Ouroboros Derivatives Trading Ltd. wurde ein Bußgeld von 235.000,- € auferlegt. Weitere Anbieter, die sanktioniert wurden, sind:  EZ Trader, Banc de Binary, Buzztrade

Hier ein paar Fakten, die jeder potentielle Kunde kennen sollte:

  • Anbieter von Binären Optionen sind (wenn überhaupt) nur in Zypern reguliert und unterliegen ausschließlich der zypriotischen Finanzaufsicht.
  • Deutsche Behörden sind im Falle von Problemen gar nicht zuständig. Die „Registrierung“ in dem BaFIN Register erfolgt aufgrund europäischer Bestimmungen, hat aber nichts zu bedeuten.
  • Die zypriotische Finanzaufsicht ist lax. Broker sind nicht einmal verpflichtet, Bilanzen zu veröffentlichen.
  • Die Segregierung von Kundengeldern wird in Zypern nicht richtig geprüft. Mangels Kontrolle ist der Mißbrauch von Kundengeldern in Zypern ziemlich normal.
  • Der Investor Compensation Fund (Einlagensicherungsfonds), auf den sich viele Anbieter beziehen, ist unterkapitalisiert und existiert nur auf dem Papier.  Der zypriotische Einlagensicherungsfonds für Investmentfirmen hat noch nie Entschädigung geleistet.

Aus diesen Gründen ist das mit dieser Anlageform verbundene Risiko sehr hoch. Es besteht nicht nur das Risiko des Kapitalverlusts durch Handeln, sondern auch das Risiko einer Insolvenz des Anbieters.

Mit massivem Telefonmarketing werden Kunden dazu gebracht, hohe Geldbeträge zu investieren. Die meisten Kunden verlieren das gesamte Kapital. Diejenigen, die Gewinne erwirtschaften, haben Schwierigkeiten, sich ihre Gewinne auszahlen zu lassen.

Das einzige europäische Land, das etwas gegen diese Mißstände unternimmt, ist Frankreich. Französiche Behörden sind dabei, eine Verschärfung der Bestimmungen  und sogar ein Werbeverbot auf europäischer Ebene durchzusetzen.

Die französische Finanzaufsicht AMF veröffentlicht sogar eine schwarze Liste von nicht regulierten Brokern.

Der französische Sender France 2 hat ein TV Bericht über dieses Thema ausgestrahlt.

Die französische Finanzaufsicht hat auch den häufigen Einsatz von Fußball Sponsoring durch diese Broker als Werbemittel angeprangert:

amf football

Man wundert sich, dass berühmte Fußballclubs ein Sponsoring durch Broker akzeptieren, die wegen Gesetzesverstöße schon im Visier von Regulierungsbehörden waren und teilweise hohe Geldauflagen zahlen mussten.

Hinweis: Sind Sie schon Opfer eines zypriotischen Brokers geworden, finden Sie hier einen Leitfaden für den Beschwerdeweg.

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Bezüglich dieser Produkte wurde neulich eine Warnung durch die Europäische Finanzaufsichtsbehörde ESMA ausgegeben.

ESMA issues warning on sale of speculative products to retail investorsESMA issues warning on sale of speculative products to retail investors2

 

 

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